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NOTRUF FEUERWEHR  NUR AN DIE 112

lebensbedrohlich krank - NOTRUF RETTUNGSDIENST NUR AN DIE 112

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NOTRUFE POLIZEI NUR AN DIE 110

   

Die Einsatzabteilungfeuerwehr kkb 2008

Die Vielfalt der Aufgaben ist faszinierend. Jeden Tag kann etwas anderes auf uns zu kommen und man weiß nie, was passiert.

Von der Einsatzabteilung werden die Einsätze abgewickelt. Wir sind damit für die Erfüllung der Kernaufgaben der Feuerwehr verantwortlich.

Um Mitglied in der Einsatzabteilung zu werden, muß man zwischen 17 und 60 Jahren alt sein sowie geistig und körperlich für den Einsatzdienst geeignet sein.

Die Einsatzabteilung trifft sich jeden Donnerstag um 19:30 Uhr zur Ausbildung am Feuerwehrhaus in der Kirchstraße 61.

   

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In einer Zeit, in der die Menschen immer mehr darüber nachdenken, warum etwas nicht geht, ist einer von uns gegangen, in dessen Wortschatz der Satz „Das geht nicht“ nahezu nicht existent war.

Gottfried hat in den insgesamt 66 Jahren, in denen er stets ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätig war, vieles vollbracht. So war er für die Dauer von jeweils 10 Jahren Wehrführer, Ortsbrandmeister, Vereinsvorsitzender und Beisitzer im Feuerwehrverein. Weitere 20 Jahre war er Mitglied im Feuerwehrausschuss und lenkte so über die Zeit hinweg die Geschicke der Feuerwehr Klein-Krotzenburg und seit 1978 dann der Feuerwehr Hainburg in beiden Ortsteilen.

Was immer auch anstand, Gottfried fand nahezu für alles eine Lösung. So baute er aus einem ausrangierten Anhänger der amerikanischen Armee einen Transportanhänger für die Ölsperre, der heute noch, so wie Gottfried ihn damals gebaut hat, im Einsatz ist, nach derzeitigen Vorgaben durch den TÜV abgenommen wurde und seit nunmehr einem Jahr sogar eine Zulassung hat. Fahrzeugumbauten, wie zum Beispiel dem GW Öl oder als er im Löschfahrzeug der Feuerwehr Hainstadt einen Wassertank eingeschweißt hat, waren für ihn kein Problem. Er baute die Grills für das heute noch stattfindende Grillfest sowie ein Fahrrad, dass mit mehreren Kameraden gefahren werden konnte. Wie gesagt „Geht nicht“, gab es bei Gottfried nicht und was er anfing, das hatte nachhaltig Hand und Fuß. Er half bei Umbaumaßnahmen am und im Feuerwehrhaus. Kurzum Gottfried war stets zur Stelle. Alles was mit eigenen Mitteln erreicht werden konnte, wurde mit Gottfrieds Hilfe und meistens sogar unter seiner Regie umgesetzt. Er wusste aus wenig viel zu machen. Zuletzt wurde unter seiner Führung die alte „Krotzenburger Feuerspritze“ aus Offenbach von den Kameraden der Ehren- und Altersabteilung zurückgeholt, zerlegt und von Grund auf restauriert. Hier hat Gottfried ebenfalls nachhaltig seine Spuren hinterlassen.

Aber nicht nur technisch, sondern auch in der Personalführung stellte er stets erneut sein Geschick unter Beweis. Jeder konnte zu ihm kommen. Er fand nahezu immer eine passende Lösung. Man muss wissen, dass damals die Regelungen im Feuerwehrwesen nicht so streng und detailliert waren, wie sie das heute sind. So brachte Gottfried Kameraden, die nie einen Feuerwehrlehrgang besucht hatten, das Thema Feuerwehr dennoch so nah, dass Sie zu jeder Zeit bei Einsätzen adäquat Hilfe leisten konnten. Gottfried wusste zu motivieren und fand für jeden seinen richtigen Platz bei der Feuerwehr.

Wer etwas ehrenamtlich tat, der sollte auch einen kleinen Ausgleich dafür bekommen. Geselligkeit und Kameradschaft nahm er von Anfang an sehr ernst und sorgte über 60 Jahre lang dafür, dass man untereinander auch kameradschaftlich miteinander umging. Vereinsausflüge und Kameradschaftsabende plante er mit diesem Hintergrund ebenfalls immer gerne und gewissenhaft mit.

Die Organisation von Kreisfeuerwehrtagen 1966, 1981 und 1992 sowie der Hessische Feuerwehrtag 1970 waren Aufgaben, denen er sich ebenfalls gerne widmete.

Gottfried hat sich nie in irgendeiner Weise angestellt oder geziert. Er war sich einfach für nichts zu schade. Im Vordergrund stehen wollte er, auch wenn er es sicherlich verdient hatte, aber nicht so gerne. In diesem Punkt war er bescheiden und zurückhaltend. Doch was er sich in den Kopf setzte, zog er mit voller Überzeugung durch. Ein klares Wort und eine pragmatische Lösung. So haben viele Kameradinnen und Kameraden Gottfried über die vielen Jahre kennen und schätzen gelernt.

Selbst im Ruhestand musste Gottfried vor einigen Jahren mit einem Gartenschlauch bewaffnet und bis zu der Hüfte durch sein Kellerfenster gelehnt am Hemdzipfel aus dem Kellerfenster gezogen werden, als es bei ihm selbst zuhause brannte. Auch hier hat er durch schnelles Handeln schlimmeres für sich und seine Familie verhindert - ohne Rücksicht auf sich und seine Gesundheit.  

Mit dem Abschied von Gottfried Kreß entsteht für viele von uns eine große Lücke, die nicht so einfach zu schließen ist. Für viele von uns ist und bleibt er ein Vorbild in seiner typischen Art und Weise.

Der Verein Freiwillige Feuerwehr Klein-Krotzenburg e.V. sowie die Feuerwehr Hainburg nehmen in dankbarer Anerkennung Abschied von Gottfried Kreß und sprechen den hinterbliebenen Angehörigen ihr herzliches Beileid aus.     

Wir werden Gottfried ein ehrendes Andenken in unserer Erinnerung bewahren.

   
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